Am Ende ein Fest (Film & Gespräch)

Eine Veranstaltung des Babylon Kinos in Zusammenarbeit mit dem Ethikkomitee des Klinikum Fürth am Di, 25.4. (19:00 Uhr / 5 €). Die Veranstaltung wird moderiert von Dr. Robert Crahé, Anästhesist, Schmerztherapeut und Palliativmediziner sowie Leiter des Ethikkomitées am Klinikum Fürth.

Israel/ Deutschland 2014 / Regie, Buch: Sharon Maymon und Tal Granit / Darsteller: Zeev Revah, Levana Finkelstein, Alisa Rozen, Ilan Dar, Rafael Tabor / 93 Min. / ab 12

Eine Gruppe von Senioren hat sich im Altersheim um den 72-jährigen Yehezkel, einen Tüftler und Erfinder, zusammengeschlossen: Sie wollen Max, einem schwerkranken Freund, helfen das Sterben zu erleichtern. Zusammen mit einem pensionierten Tierarzt, der die Beruhigungsmittel besorgt, und einem ehemaligen Polizisten, der die Beweise verwischen soll, suchen sie nach dem besten Weg, um Max' Wunsch zu erfüllen. Da keiner sich tatsächlich dazu überwinden kann, Max zu töten, baut Yehezkel eine Maschine, mit der der Sterbende sich selbst töten kann.
Bald schon ist diese Maschine in aller Munde und Menschen aus ganz Jerusalem strömen zu dem Altersheim, um ihre Liebsten von ihren Leiden zu befreien. Anfangs noch zögernd, geben Yehezkel, seine Frau Levana und Dr. Daniel bald dem Andrang der Sterbewilligen nach und die eingeschworene Truppe macht sich auf, um letzte Wünsche zu erfüllen. Währenddessen verschlechtert sich der Zustand von Levana, Yehezkels Frau, die an Alzheimer leidet, und bald muss Yehezkel selbst eine Entscheidung treffen.

Einen der erfolgreichsten israelischen Filme der letzten Jahre hat das Regie-Duo Sharon Maymon und Tal Granit geschaffen, der mit großer Leichtigkeit Worte und Bilder für etwas findet, das sich so oft der Darstellung entzieht. Ihnen gelingt eine wunderbar schelmische Komödie über das Abschiednehmen, die jedem das Herz erleichtern wird.

Selbstbestimmtes Sterben ist für viele Menschen Wunsch und Bedürfnis. Die Realität sieht aber oft ganz anders aus. Und die meisten von uns scheuen sich, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Dass es aber möglich ist, sich mit dieser Thematik ohne das Gefühl von Schwermut und Trostlosigkeit zu beschäftigen, sondern vielmehr mit Leichtigkeit und sogar Witz, beweist der Film »Am Ende ein Fest«.
Diese Tragikomödie aus dem Jahr 2014, in der Bewohner eines Altenheims eine Sterbehilfemaschine erfinden und auch zur Anwendung bringen, behandelt das todernste Thema der Sterbehilfe mit den Mitteln einer Komödie. Der Film wurde von den Kritikern als perfekte Mischung aus Drama und Humor gelobt.
Wir vom Ethikkomitée des Klinikum Fürth möchten Sie einladen, »Am Ende ein Fest« gemeinsam mit uns anzusehen und sich so dem Problem selbstbestimmten Sterbens und Sterbehilfe damit auf leichte und unterhaltsame Weise anzunähern. Im Anschluss an den Film wollen wir mit Ihnen in die Diskussion über seine Inhalte gehen und Ihnen weitergehende Informationen liefern.