Under The Skin

Aufgrund ein sehr schwierigen Verleih- und Rechtesituation gibt es diesen Film vom 25.9. bis 8.10. nur als Orginalfassung, am 13.10. im OmU-Montagskino um 19:30 Uhr auch als Orginal mit dt. Untertiteln! Bemerkenswert: Ein großflächiger deutscher Kinostart ist für diesen Film nicht geplant. Als Grund gilt, dass der deutsche Verleiher Senator Film seine Gewinne aus dem Film ZIEMLICH BESTE FREUNDE vollkommen für erfolglose Projekte ausgegeben und sogar sein Eigenkapital im Jahr 2013 weitgehend verloren hat. Er kann sich daher die nach eigenen Angaben erforderliche sechsstellige Summe für Marketing zu einem Kinostart nicht mehr leisten! Im BABYLON nun als Orginalversion da es  keine synchronisierte Kinoversion gibt !

USA 2013 / Regie: Jonathan Glazer / 108 Min. / ab 12

Ein Film, der Dich verschlingt. Mit Haut und Haaren. Gleich mit den ersten Bildern wird ein Sog erzeugt, dem man sich entweder hingibt oder der einen verzweifelt mit den Armen rudernd nach Luft schnappen lässt, so durchdringend ist das Gezeigt. So tief geht es da runter ins Eingemachte. Eingemacht werden dort unten, im raumlos weiten Schwarz Männer. Männer, die von einer ungekünstelt schönen Frau dorthin gelockt wurden. Die Frau, ein Alien, unfassbar nah von Scarlett Johansson verkörpert, kreist mit einem Raumschiff-gleichen Van über regennasse Straßen im schottischen Hinterland. Pickt diese Männer auf, lockt sie ins Schwarz.

Jonathan Glaser gelingt mit Under the Skin tatsächlich einen Film zu schaffen, der sich beinahe jeder Beschreibung entzieht. Der nicht erzählt, dafür umso mehr gespürt wird. Sicher sind es nicht nur angenehme Berührungen, die uns der Film dabei zuteil werden lässt. Vieles wirkt geradezu alptraumhaft, unentrinnbar, dicht. Aber dabei ganz sicher auch nicht grausam kalt. Under the Skin pocht es unentwegt und dieser Herzschlag lässt irgendwann auch diese entrückte Außerirdische etwas aufhorchen. Lässt sie im kalten Schneematsch ins Taumeln geraten und uns gleich mit. Zur eindringlicher Musik von Mica Levi taumeln wir mit ihr förmlich in die Sprachlosigkeit.

Under the Skin ist viel mit 2001: Odyssee im Weltraum oder auch David Bowie als Der Mann, der vom Himmel fiel verglichen worden. Das trifft es sicher auch ganz gut, aber ganz sicher nicht im Sinne einer Nachahmung, als vielmehr, das hier ein Film geschaffen wurde, der in ähnlich visionärer Weise das Kino feiert. Ein Film, der die ganze dunkle Architektur des Kinosaals mit einbezieht. Der erst dort seine ganze Wucht entfaltet. Man sollte sich ihm ganz hingeben.