Der Kuaför aus der Keupstraße (SINEKÜLTÜR-PREVIEW)

am Mittwoch, den 10. Februar um 19:00 Uhr | Preview vor dem offiziellen Bundesstart | im Anschluß: Filmgespräch mit Gästen

Deutschland 2015 | 92 Min. | deutsch/türkisch mit dt. UT | Regie: Andreas Maus | Dokudrama | FSK noch unklar

Vor und in dem Friseurgeschäft der Brüder Özcan und Hasan Yildirim in der Kölner Keupstrasse ist viel los, als am 9. Juni 2004 eine Nagelbombe mit 700 zehn Zentimeter langen Tischlernägeln explodiert. Sie verletzen 22 Menschen. So infam der Anschlag ist, so skandalös der Verlauf der Ermittlungen: Verdächtigt werden
die Opfer. Überwachungsvideos wertet man nicht aus, Innenminister Schily schließt einen rechtsradikalen Hintergrund dezidiert aus. Erst 2011 wird mit den Enthüllungen über die rechtsextreme terroristische Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ auch diese Tat aufgedeckt. Der Prozess dauert bis heute an. Filmemacher Andreas Maus nähert sich den Ereignissen mit Interviews, aber auch mit eindrücklich nachgespielten Szenen, ihm gelingt so eine differenzierte Darstellung der Straftat und ihrer Opfer.

Köln-Keupstrasse’deki kuaför dükkanı kalabalıktır, 9. Haziran 2004 te çivili bombanın patlatılması ile 22 kişi yaralanmıştır. Saldırı alcakça, olayın yasal soruşturması da rezilcedir: mağdurlar şüpheli ilan edilir, kontrol kameraları incelenmez. Ancak 2011 de NSU Terör Hücresi nin açığa çıkması ile bu katliamı da onların yaptığı ortaya çıkar, mahkemesi daha devam etmektedir.

Vorfilm: Das Fußballspiel Bir Maç Günlüğü
Türkei 2014 | Regie: Deniz Özden | 5 Min.
Istanbul: in Tränengas gehüllte Gezi-Demonstranten draußen, drinnen in einem Cafe fiebern Fußballfans vor dem TV mit ihrer Lieblingsmannschaft um den Sieg...
Istanbul, bir grup erkek kahvehanede, Milli takım için kritik olan Türkiye-Hollanda maçını izlemektedir. Aynı anda Türkiye için dramatik olaylar yaşanır…

Mit Einführung und anschließendem Gespräch
Gäste: Regisseur Andreas Maus (angefragt), Mitglieder des Aktionsbündnisses "NSU-Komplex auflösen" sowie Anwälte der Nürnberger NSU-Opfer