The Homesman

USA 2014 / Regie: Tommy Lee Jones / Darsteller: Hilary Swank, Tommy Lee Jones, Meryl Streep, David Dencik, William Fichtner, James Spader, John Lithgow, Tim Blake Nelson, Jesse Piemons, Grave Gummer, Miranda Otto, Sonja Richter, David Denck, Hailee Steinfeld / Drehbuch: Tommy Lee Jones, Kieran Fitzgerald, Wesley Oliver / Kamera: Rodrigo Prieto / 122 Min. / ab 16

Nebraska, Mitte des 19. Jahrhunderts. Mary Bee Cuddy (Hilary Swank) lebt gottesfürchtig und allein in einer kleinen Grenzstadt in den endlosen Weiten des Wilden Westens. Der Kampf gegen die unerbittliche Natur und die Einsamkeit ist für die Frauen der Pioniere hart. Als die drei Farmersfrauen Arabella (Grace Gummer), Theoline (Miranda Otto) und Gro (Sonja Richter) aus unterschiedlichen Gründen den Verstand verlieren, beauftragt die ärmliche Gemeinde Mary, die drei Frauen zurück in die Zivilisation im Osten zu begleiten, wo sich eine Methodistengemeinde unter der Obhut von Altha Carter (Meryl Streep) um sie kümmern kann. Gleich zu Beginn ihrer Reise trifft sie auf den Outlaw Briggs (Tommy Lee Jones), dem sie das Leben rettet und gegen Geld das Versprechen abnimmt, sie den kompletten Weg zu begleiten. Auf dem entbehrungsreichen Treck gen Osten trotzen sie Stürmen und lebensgefährlichen Begegnungen mit Siedlern und Indianern und beginnen langsam die Gesellschaft des jeweils anderen zu schätzen. Eines Tages jedoch eskaliert die Situation…

Verdächtig oft sucht sich die zweifache Oscar-Preisträgerin Hilary Swank starke Frauenrollen aus, angefangen von der Boxerin in „Million Dollar Baby“ bis hin zur Pilotinnen-Legende und Suffragette Amelia Earhart. Auch in dem emotional packenden bitter-sanften Western-Road-Movie „The Homesman“ beeindruckt sie als mutige Pioniersfrau, die versucht in einer Männerwelt ihr Schicksal zu meistern. Und so präsentiert Regisseur und Hauptdarsteller Tommy Lee Jones die eindringliche Geschichte über die dunklen Seiten des amerikanischen Traums abseits üblicher Erzählweisen. Kameramann Rodrigo Prieto („Brokeback Mountain“) findet für die universale Parabel über menschliche Grenzerfahrungen atmosphärisch dichte Bilder, die ihre Wirkung nicht verfehlen.