Judgement - Grenze der Hoffnung

Deutschland, Bulgarien, Kroatien, Mazedonien 2014 / Regie: Stephan Komandarev / Buch: Stephan Komandarev, Marin Damyanov, Emil Spahiyski / Darsteller: Assen Blatechki, Ovanes Torosian, Ina Nikolova, Miki Manojlovic, Paraskeva Djukelova / 107 Min. / ab 12

Ein kleines Dorf an der bulgarisch-türkischen Grenze, hier lebt der Mittvierziger Mityo (Assen Blatechki) mit seinem achtzehnjährigen Sohn Vasko (Ovanes Torosian). Seine Frau Fanka ist vor kurzem gestorben, das Verhältnis zum Sohn angespannt. Als Mityo seinen Job als Milchfahrer verliert, steht seine gesamte Existenz auf dem Spiel  und es scheint für  ihn nur noch einen Ausweg zu geben:
Er nimmt das Angebot seines ehemaligen Armee-Hauptmanns (Miki Manojlović) an. Er soll illegale Flüchtlinge aus Syrien über die nahe Grenze zur Türkei in die EU schleusen. Eine folgenschwere Entscheidung. Der Weg führt durch das Grenzgebiet am sogenannten Judgment-Felsen vorbei, der Mityo immer wieder an ein schreckliches Ereignis während seiner Militärzeit an der härtesten Grenze des Kalten Krieges erinnert. Jetzt hilft Mityo Menschen die Grenze zu überwinden, die er einst mit brutaler Waffengewalt verteidigt hat und wird dabei von den Schatten der Vergangenheit heimgesucht.

In JUDGMENT – GRENZE DER HOFFNUNG erzählt Regisseur Stephan Komandarev ein bildgewaltiges, episches Drama von Schuld, Verrat und Versöhnung in der rauen Berglandschaft zwischen Bulgarien und der Türkei, einer der härtesten Grenzregionen der Welt. Geschickt verknüpft er dabei eine klassische Vater-Sohn-Geschichte mit aktuellem Geschehen und Zeitgeschichte.