Elternschule (Film & Gespräch)

Film & Gespräch am Mo, 28.1. (19 Uhr / 5 €) / Gesprächspartner im Anschluß sind sind zum einen Karin Tharandt (Schulpsychologin und Seminarleiterin an Förderschulen). Sie hat an der Staatlichen Schulberatungsstelle Mittelfranken gearbeitet und ist als Fallmanagerin für Kinder mit hohem emotional-sozialen Förderbedarf tätig, für die oft ein geeigneter Schulplatz gefunden werden muss. Zum anderen Oliver Dichtler (Schulpsychologe an Förderschulen). Er hat in Zusammenarbeit mit Jugendsozialarbeit eine ganze Reihe an Projekten für Jugendliche mit hohem Förderbedarf im emotional-sozialen Bereich konzipiert und durchgeführt. Aktuell begleitet er unter anderem supervisorisch zwei multiprofessionelle Teams in sogenannten Stütz- und Förderklassen für Kinder, die in anderen Settings als aktuell "nicht beschulbar" gelten. Beide haben in ihrem Arbeitsfeld immer wieder mit der Beratung hoch belasteter Familien zu tun, häufig auch an der Schnittstelle Schule - Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Deutschland 2017 / Regie & Buch: Jörg Adolph, Ralf Bücheler / Mitwirkende: Dietmar Langer / 112 Min. / FSK ab 0

"Elternschule" betrachtet ein zentrales Konfliktfeld unserer Gesellschaft: Erziehung. Wie gehen wir richtig mit unseren Kindern um - und mit uns selbst?

Kinder im chronischen Stress: Laura schreit 14 Stunden am Tag. Anna kämpft mit ihrer Mutter um alles. Lucy hat noch keine Nacht durchgeschlafen. Joshua wird schnell wütend und beruhigt sich nicht mehr. Mohammed Ali kratzt sich blutig, schläft kaum und jammert den ganzen Tag. Felix trinkt nur Milch, die er gleich wieder erbricht. Zahra isst überhaupt nichts mehr, außer Pommes und Chicken Nuggets.

Sie alle kommen mit ihren erschöpften Eltern in die Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen, Abteilung "Pädiatrische Psychosomatik". Hier werden chronische Krankheiten behandelt: Neurodermitis, Asthma, Allergien, Schlaf- und Essstörungen, Verhaltensauffälligkeiten. Mindestens drei Wochen lang bleiben Eltern und Kinder in der Klinik und durchlaufen ein umfassendes Programm: Schlaftraining, Esstraining, Verhaltenstraining, Psychotherapie und Erziehungscoaching. Die Behandlung ist ganzheitlich, d.h. es geht hier nicht nur um die Symptome der Kinder, sondern um das gesamte Beziehungsgeflecht der Familie - und um das Verhalten der Eltern. Aber das wird den Betroffenen erst nach und nach klar.